Kathrin Kühn Profile picture
Redakteurin @Dlf_Forschung @DLF / communication theory meets „reality“ / 1 aus 100 (promoviert, Nichtakademiker-Kind) / likes auch für den Algorithmus
Jul 6 6 tweets 2 min read
Ich habe ein größeres systemtheoretisches Störgefühl gerade: Wenn Wissenschafts- & Politikbetrieb am Beispiel eines Berichtes so eng verzahnt sind wie vielleicht bisher nie, die unterschiedlichen "Systemanforderungen" in der Diskussion aber wenig thematisiert werden. 1/6 Vielleicht ließe sich ja etwas Gutes daraus mitnehmen, #dreaming: Dass zugelieferte Berichte, von Teams besetzt so, wie es im "System Politik" läuft (auch: wer steht für solche Arbeit zur Verfügung aus #Science), öfter genauer auf den Prüfstand kommen? Kind of review. 2/6
Jul 4 10 tweets 3 min read
Ich bin gestern geflogen ✈️. Neben mir saß ein Mann - gleich alt - mit Maske hängend unter der Nase. Ich lese immer wieder über solche Situationen. Was tun? Bei uns lief es so: Schon beim Hinsetzen angespannte Lage. Ich FFP2, er OP hängend oder sogar gar nicht. 🧵 Ich sagte - erstmal nichts. Wir hatten beide das gleiche Bändchen am Arm, offensichtlich waren wir auf demselben OpenAir-Festival, auch ein bisschen Urlaub im EU-Ausland. Nach einer Zeit fragte ich, wie er es fand. Das hätte ich auch sonst gemacht.
May 14 13 tweets 2 min read
Warum verbreitet sich eine eigentliche Nicht-„Nachricht“ mit unnötiger Überspitzung nach einem Tag plötzlich in so einigen Medien? Ein paar generelle Punkte. Es gibt einen Faktor, den man „Konkurrenzbeobachtung“ nennen kann. (ein kleiner🧵) Heißt; Je mehr Medien etwas machen, umso größer wird der Druck, da auch drauf zu schauen. „Andere machen das“ als Relevanzfaktor. Eine große Rolle spielen hier große Medien / Leitmedien / Medien mit großem Namen. Und Nachrichtenagenturen (können ein großer Beschleuniger sein).
May 10 15 tweets 6 min read
Ein paar Zeilen zum Thema Impfnebenwirkungen #COVID19 / der Fall Matthes. Warum es bei all dem Wirbel aber auch ein Beispiel ist, dass inzwischen doch einiges gut läuft. (+ Stichwort auch Journalismus #Corona) 🧵⤵️ Als die „Studie“ vorletzte Woche über einen MDR-Beitrag hoch kochte, es gebe eine massive Untererfassung schwerer Nebenwirkungen, gab es Menschen, die sich direkt an eine kritische Einordnung machten. Siehe hier.
Apr 5 16 tweets 5 min read
Ein 🧵über den #IPCCReport und teils nicht oder fast nicht stattgefundene mediale Abdeckung. (Ich hatte gestern großen Frust). Hintergründe journalistischer Auswahlprozesse: 1/ Dass der Bericht #IPCC (3. Teil, 6. Sachstandsbericht) kommt und dass er höchst relevant ist, wie sollte gehandelt werden in der größten Krise weltweit, dass dazu ein weltweit abgestimmtes Dokument, das quasi das gesamte aktuelle Wissen bündelt, ist lange bekannt. Nach 2/
Feb 5 4 tweets 2 min read
Schließe mich an.
„Es ist nur logisch, dass unterschiedliche Familien unterschiedlich auf das Pandemiegeschehen an den Schulen blicken. Dass die einen sich Sorgen machen um ihre Kinder, auch wenn sie längst geimpft sein mögen.“ … 1/4) „Und dass andere weniger Angst haben und das Risiko einer Corona-Infektion bei Kindern für überschaubar halten.“ … „Es gibt genügend Gründe, die Politik für ihr Pandemiemanagement an Schulen zu kritisieren, für die in Teilen immer noch dramatisch schlechte Ausstattung, für (2/4)
Feb 5 5 tweets 2 min read
Freude am Morgen. Neuer CODAG-Bericht mit Zahlen & Analysen zu einigen aktuell diskutierten Themen. (Und wenn mir einer vor 2 Jahren gesagt hätte, dass ich zum Samstagskaffee Hospitalisierungs- und Übersterblichkeitszahlen lese, nun ja 🙈)
covid19.statistik.uni-muenchen.de/pdfs/codag-ber… Spannend u.a.- Analyse Hospitalisierungsinzidenz SL/BY. Steigender Anteil „mit Corona“ & nicht „wegen“ (was ja in die Kategorie Good News fällt). Sie sagt so also vor allem etwas (was 🤔) über die Auslastung der Kliniken aus. Dazu auch diese Recherche: swr.de/swraktuell/rhe… 2/3
Jan 6 20 tweets 5 min read
Eine kleine Einordnung zum Thema journalistische Sorgfaltspflicht und Corona - aus Anlass der Hamburg City Health Study (Spuren an Organen selbst bei mildem Verlauf) uke.de/allgemein/pres… 1/20 Eine Grundlage: Der Pressekodex - u.a. Ziffer 14, Medizin-Berichterstattung "Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte." 2/20
Dec 23, 2021 40 tweets 17 min read
Warum sollten wir stärker auf sozio-ökonomische Faktoren in der Pandemiebewältigung schauen? Ein 🧵aufgrund aktueller Erfahrungen. Inkl. Hinweise, wo es mehr Wissen gibt. Ein Anlass: Mir sagte gestern jemand, die, die eine stärkere Einbindung z.B. der Soziologie fordern, 1/19 könnten letztlich vielleicht nicht akzeptieren, dass wir in einer Pandemie sind. Und dass es darum gehe, diese einzugrenzen. Überspitzt: Das sind doch nur Forderungen, die ein Ende von Beschränkungen wollen. Eine andere Frage, die ich tatsächlich bekam, auch von Akademiker: 2/19
Jul 22, 2021 27 tweets 13 min read
Ich arbeite seit Juni als Wissenschaftsredakteurin @Dlf_Forschung. Vorher war ich im Nachrichtenjournalismus mit Schnittstelle zu #Science. Der Wechsel hat mir viele Einblicke gebracht über die Diskussion nicht nur hier über #COVID19. Meine pers. Aufreger der letzten Zeit: 🧵/25 Diese Woche: Der wissenschaftliche Chef-Berater der britischen Regierung verdreht Zahlen - und sagt, 60 Prozent der Covid-Patient:innen in den Kliniken seien geimpft. Tatsächlich ist es anders herum. Und wer sich mit der Lage in GB beschäftigt, müsste das wissen. Dennoch: viele