Das einzig richtige an diesem Thread ist, dass "Rassismus gegen Weiße" Quatsch ist. Aber die Erklärungen dazu sind abstruse Verleugnung des Fakts, dass wir in einer Klassengesellschaft leben.
Bissi das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, wenn man um den offenkundigen Blödsinn "Rassismus gegen Weiße" zu ownen gleich schreiben muss, "weiße Menschen werden nie systematisch benachteiligt", ja welche weißen Menschen denn? Jeff Bezos oder die weiße Pflegerin?
Oder das hier: Als ob "Weiße" in Vorstandsetagen weiße Arbeiter:innen "repräsentieren".
oder der Knüller hier: "Weiße Menschen können sich darauf verlassen, dass ihnen von der Polizei geglaubt wird". Ja welche denn? Die Weißen in der Vorstandsetage sicher, aber der Obdachlose oder die Linksradikale?
Und Träumchen, wie dir das Jobcenter als weiße Erwerbslose vertraut 💪
Diese komischen Diskriminierungstheorien ohne Klassenstandpunkt vertreten einfach die These: Für Weiße ist eh schon alles super, jetzt müssen wir nur noch die Vorstandsetagen und Institutionen ein bisschen bunter machen, dann klappt das für alle in unserem besten aller Systeme
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Man muss Bodo #Ramelow s Wahl eines #AfD - Faschisten zum Landtagsvize genau verstehen, denn darin spiegelt sich in einem extremen Beispiel eine Reihe der Probleme des Politikverständnisses des bestimmenden Funktionärsapparats der #Linkspartei
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#Ramelow hat den #AfD - Typen nicht wegen Sympathien gewählt - so viel kann man ihm glauben. Der Grund, warum er ihn gewählt hat, ist aber nicht weniger problematisch. Ramelow selbst gibt Auskunft:
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Darin spiegelt sich: Wenn die "Linke" von "Demokratie" spricht, für die sie steht, meint sie nicht, dass sie eine neue Demokratie schaffen will, eine von unten, eine mit Räten etc.
Sie meint den bürgerlichen Parlamentarismus und sie meint diesen Staat, den wir vorliegen haben
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Zusammen mit Aktivist*innen von #FridayForFuture will das Berliner start-up "Einhorn" im Juni 2020 ein 1,8 Millionen Euro teures Riesenevent im Berliner Olympia-Stadium organisieren. Versuch einer solidarischen Kritik.
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Die Idee des Events ist, dass man so viele Leute ins Olympiastadion bringt, dass unmittelbar Petitionen unterzeichnet werden können, die das 50-000er-Quorum überschreiten, so dass sie direkt in den Bundestag eingebracht werden können. 2/
Hier beginnt das erste Problem: Die Veranstalter*innen suggerieren, so sei "wirkliche Veränderung" möglich. Dass Petitionen zu den zahnlosesten Mitteln bürgerlicher Demokratie gehören, geht in dem Slogan "so billig war die Weltrettung nochg nie" unter. 3/
Die nachhaltige Verwirrung großer Teile der hiesigen Linken hat Auswirkungen auf die Bewertung dieses Staatsstreichs. Dabei sollten einige Eckpunkte sich eigentlich von selbst verstehen.
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Zunächst sollte außerdem völlig klar sein: Kein US-Putsch, keine US-Militärintervention hat jemals die Lebensbedingungen in irgendeinem Land verbessert. Insbesondere für Lateinamerika sollte das jedem/r Linken noch präsent sein. 2/11
Gleichzeitig ist offenkundig: Obwohl Sanktionen u. Destabilisierungsppolitik der #USA in den vergangenen Jahren eine große Rolle für das Chaos in Venezuela spielten, hat die Regierung #Maduro die von Chavez begonnene "bolivarische Revolution" vor die Wand gefahren. 3/11