Blaulichtzecke Profile picture
Ökoterroristin i.R., Pflasterlasterfahrerin, Kampfemanze, Antifantin, polizeierfahrene Linke, große Klappe. Fair bleiben. lux lucet in tenebris🕯
1 Jul 20
Ich habe den Artikel mit wachsender Fassungslosigkeit gelesen, nicht weil es den beschriebenen Typus "Aktivist*in" nicht tatsächlich gäbe - den gibt es. Auch nicht, weil dieser Artikel zu dieser Zeit quasi der Gipfel des Derailings ist. Sondern weil die Autorin einfach alles 1/6
in einen Topf wirft und zu einer wahrlich ungenießbaren Soße verrührt. #Antifa, Schwarzer Block, Autonome, Linksextremisten - alles eins. Die jeweiligen politischen Beweggründe - reines Alibi. Völlig unpolitische Kriminelle, alle gewalttätig, vermummt, 2/6
weil böse. Zeitgleich jedoch, und da wird es wirklich absurd, in ungebrochener Kontinuität zur RAF, dem ultimativen Dämon stehend, zumindest potentiell Terroristen, alle. Und wie eben jene von Politik und Justiz regelrecht "verhätschelt". Man könnte es für eine 3/6
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6 Jun 20
#hh0606 #BlackLivesMatter Ein paar Eindrücke, geschrieben mit Wut im Bauch.
Wie ihr alle gelesen habt, kamen auch in Hamburg viele Menschen zusammen, um gegen #Rassismus und #Polizeigewalt zu demonstrieren. Unglaublich viele. So viele, dass die 1/x
Initiator*innen der Proteste, die coronabedingt nur sehr geringe Teilnehmer*innenzahlen anmelden konnten, die Demos praktisch von Anbeginn an "auflösen" mussten, weil einfach "zu viele" da waren. Die Cops versuchten mit weiträumigen 2/x
Absperrungen incl U-Bahn Sperrungen weiteren Zulauf zu verhindern. Vergeblich, das Bedürfnis der Leute, ihren Protest auf die Straße zu tragen, war einfach überwältigend. Und wir blieben. Die Stimmung war friedlich, entschlossen, z.T. sogar ausgelassen. 3/x
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23 May 20
#Widerstand2020 Ein ( langer ) Thread
Nach über 3 Monaten selbstauferlegtem Demoverbot habe ich mir heute 2 Versammlungen unter dem Titel #Widerstand2020 und #Querdenken mal aus der Nähe angeschaut, ich wollte mir ein eigenes Bild machen. Nunja. 1/X
Es fing mit einem putzig schwurbeligen Meditations sit in an, überwiegend ältere Teilnehmer*innen, bürgerlich-eso, viele #Alubommel und wie Ikonen vor sich gehaltene #GG Ausgaben, das Pamphlet "Demokratischer Widerstand" wurde an die wenigen Interssierten verteilt. Nach 2/X
diesem unspektakulären Anfang "spazierten" einige der Teilnehmer*innen mit Schildern ( teils selbst beschriftet, teils vom #Widerstand2020 ausgegeben ) durch die Innenstadt, verteilten Grundgesetze und Zeitungen und mobilisierten zur im Anschluss 3/x
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9 May 20
Nach Durchsicht diverser Videos und Berichte der rechtsoffenen #Hygienedemos und sonstiger #Querfront bis eindeutig rechter Versammlungen im gesamten Bundesgebiet möchte ich momentan wirklich nicht in der Haut der #Cops stecken. 1/9
Beileibe nicht alle Teilnehmer*innen dieser Demos sind klar rechts, manche verstehen sich ( widersinnigerweise noch immer ) als links und wieder andere haben schlichtweg jeden Bezug zur Realität verloren. Die rechtslastige Ausrichtung wird jedoch zunehmend klarer. 2/9
Bislang fahren die Cops bundesweit überwiegend eine zurückhaltende, deeskalierende, versammlungsfreundliche Strategie ( die völlig unabhängig vom Gegenstand der Versammlung, rein im Interesse der Versammlungsfreiheit grundsätzlich zu begrüßen ist ). 3/9
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27 Jan 20
#Maria Versuch einer Einordnung

In Berlin wurde vor Kurzem eine psychisch und physisch erkrankte junge Frau im Rahmen eines Polizeieinsatzes erschossen. Diese junge Frau war Antifaschistin, eine von uns. Nicht nur, aber auch deshalb sticht dieser "Fall" 1/11
aus der Reihe der tödlichen Schusswaffeneinsätze durch die Polizei heraus, denn er birgt neben der Tragik eines evtl. vermeidbaren Todesfalls auch eine erhebliche politische Brisanz. Er hat "Mobilisierungspotenzial", viel mehr Menschen als in vergleichbaren Fällen 2/11
fühlen sich "persönlich" betroffen, denken 'das hätte auch mich/uns treffen können'. Ich persönlich halte die Einschätzung mancher, #Maria sei mehr oder weniger "gezielt" von "den Cops" ermordet worden, WEIL sie Antifaschistin war, für nicht zutreffend, 3/11
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28 Aug 19
Mal ein paar Gedanken zum geplanten Berliner Antidiskriminierungsgesetz... und den Reaktionen darauf. Ich finde den Ansatz interessant und überfällig, ob er in der geplanten Form praxistauglich ist, wird sich weisen. Es wird viel mit Schlagworten gearbeitet: #Unschulsvermutung1/7
#Generalverdacht, #Beweislastumkehr, #Diskriminierungswillen, #racialprofiling.
Besonders bedenklich finde ich die Aussage, Diskriminierung würde Diskriminierungswillen voraussetzen. Euer Ernst? Diskriminierung ist nicht zwingend Folge bewussten Handelns,2/7
sondern häufig des genauen Gegenteils, des völlig unbewussten und vielfach
unreflektierten Einflusses eigener Vorurteile auf das eigene Denken und Handeln. Und niemand von uns ist frei davon. Der #Generalverdacht richtet sich ( wenn wir schon an diesem 3/7
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