Ersteinschätzung zum Wiener Radbauprogramm 2021 (nach 1x drüber schlafen).
1| Nein, liebe @Stadt_Wien, mit "massivem Ausbau" hat das nichts zu tun. Das ist ein Weiterwurschteln auf schwachem Niveau.
2| Die Ursachen für das Schneckentempo sind eindeutig: Radverkehrsförderung ohne Flächenumverteilung geht nicht ... facebook.com/ErnstNevrivy/p…
3| ... und den Bezirken ist der Autoverkehr näher als der Radverkehr. So kann nichts weitergehen. kurier.at/chronik/wien/s…
4| Besonders ernüchternd: von den prioritär umzusetzenden Verbindungen im Hauptradnetz, die @fahrradwien kürzlich erheben ließ, sind auf den ersten Blick nur 2 dabei: Gunoldstraße und ein kurzer Teil der Altmannsdorfer Straße. fahrradwien.at/2020/09/22/tu-…
6| Wir erinnern uns: im Wahlkampf hatte die @SP_Wien noch großspurig die Rad-Forderungen von @platzfuerwien übernommen. Tja, so schnell sind die vergessen.
7| Auch die @NeosWien hatten @platzfuerwien unterstützt. Völlig unverständlich, wieso sie jetzt bei der Selbstbeweihräucherung mitspielen. Grund zum Feiern ist dieses Radbauprogramm keiner.
8| Der @ORF fällt völlig auf den Spin der @SP_Wien herein. Die Donaustadt wird sicher kein Rad-Vorzeigebezirk, nur weil @ErnstNevrivy jetzt 11 Jahre auf eine rote Verkehrsstadträtin gewartet hat, um ein Radverkehrskonzept f. den Bezirk in Auftrag zu geben. wien.orf.at/stories/309951…
9| Und auch der Radweg auf der Wagramer Straße wird wohl zulasten von Grünflächen errichtet werden - die Fahrspuren bleiben nämlich alle. Oder die Brücke wird verbreitert.
Wie auch immer: wieder einmal Pull ohne Push.
10| Mit der weiterhin strikten Ablehnung von Pop-up-Radwegen ignoriert @ullisima nationale und internationale wissenschaftliche Erkenntnisse und beraubt die Radfahrenden einer schnellen, sicheren und billigen Übergangslösung! blog.fvv.tuwien.ac.at/2021/04/wiener…
11| Neun Millionen Euro sollen dieses Jahr investiert werden, statt der angekündigten 26 (es wurden nämlich 20 zusätzlich versprochen, nicht 20 insgesamt)! Nächstes Jahr offensichtlich auch nur 20. So kann man Radverkehr nicht fördern.
12| Und gleichzeitig versenken @SP_Wien und @NeosWien fast eine halbe Milliarde Euro in einen 3,5 km langen Autobahnanschluss für die Seestadt, der mehr Kfz-Verkehr, mehr Lärm, mehr Abgase und mehr Unfälle produziert, und ignorieren den eigenen Klimarat.
"Kritik muss fachlich begründet sein." - Nur wieso meldet sich Ernst Pfleger dann zu Wort?
Die Unfälle, die er beschreibt, passieren offensichtlich aufgrund unangepasster Fahrweise, also Nicht-Einhaltung der StVO ... kurier.at/chronik/wien/h… via @KURIERat
... der Lobautunnel entlastet die Tangente nachweislich nicht ...
... und Aussagen über Grundwasser und Natur sollte er sich als Unfallforscher überhaupt sparen. Pfleger bleib bei deinem Leisten! meinbezirk.at/donaustadt/c-l…
Die Wickel mit den BezirksvorsteherInnen waren absehbar - sowohl was die Parkraumbewirtschaftung als auch die Umnutzung des öffentlichen Raums zugunsten von Bäumen, Fuß- und Radinfrastruktur betrifft. Dass Ulli Sima so schnell aufgibt, war aber nicht zu erwarten. 2/
Die Parkraumbewirtschaftung ist eine der effizientesten Maßnahmen, um vor allem den Einpendelverkehr in den Griff zu bekommen. Eine Reform hin zu kleineren Zonen ist dringend notwendig, um den Kfz-Binnenverkehr zu reduzieren. Viel Zuversicht ist da nicht spürbar. 3/
Weil da im Wahlprogramm der @SP_Wien schon wieder die Heilsversprechen von der 6. Donauquerung herumgeistern (S.45) ... können wir diesen verkehrs- und klimapolitischen Unsinn bitte endlich für immer im Rundordner der Geschichte entsorgen! #Klimastreik spoe.wien/wp-content/upl…
Was mich in letzter Zeit beschäftigt und im Interview mit @TMadreiter wieder heraussticht: begleitet die @Stadt_Wien die Mobilitätswende aktiv, schafft sie die Voraussetzungen, oder schaut sie den BürgerInnen dabei zu? wienerzeitung.at/nachrichten/re…
Das liest sich alles so passiv, so unbeteiligt:
"Ich gehe davon aus, dass sich in einem Zeitraum von rund 20 Jahren der Privat-PKW-Besitz massiv reduziert haben wird - und das wird sich natürlich auch im Straßenbild niederschlagen."
"Die Infrastruktur muss den Bedürfnissen der Wienerinnen und Wiener entsprechen und sich Zug um Zug weiterentwickeln."
Hinsichtlich Klimawandelanpassung klingt das schon richtig gut: Baumpflanzungen, Schwammstadt, Kühlung durch Beschattung und Verdunstung. Passt! ots.at/presseaussendu…
Auch den FußgängerInnen kommt das zugute: die Aufenthaltsqualität steigt, Verweilen im öffentlichen Raum wird angenehmer, und mehr Platz solls auch geben. Kommen zusätzliche sichere Querungen der Praterstraße? Einfacher wirds jedenfalls durch den Entfall einer Fahrspur.