Gerade über den Buschfunk mitgekriegt,dass sich ein Bekannter gestern mitten während seiner Schicht krank gemeldet hat,ohne Umweg in die nächste Psychiatrie gefahren ist und dort um Aufnahme auf eine beschützende Station gebeten hat.
Er würde sonst sich und seine Pat. gefährden.
Nachtrag:
Auch das ist der aktuelle Zustand des #Gesundheitssystem in Deutschland:
Nach akuter Stabilisierung wird der Kollege in den nächsten Tagen wohl entlassen. Weitere stationäre Behandlung dann wohl erst Q2/22 möglich,vorher voll.Wer nicht akut eigengefährdend ist muss heim
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Ich habe lange überlegt ob ich mich zu #Tuttlingen#Triage äußere.
Aber was hier gerade an Fehlinformationen bewusst von einzelnen Personen&Organisation forciert wird ist dermaßen falsch,dass ich als jemand der tgl. mit Klinikeinsatzplanung zu tun hat einfach nicht anders kann:
Zuerst einmal zum Hintergrund:Das Schreiben entstand zu einem Zeitpunkt in denen der LK zu den am stärksten betroffenen Regionen Deutschlands gehörte,in der auch die umliegenden 10 Krankenhäuser am Limit waren,der Retttungsdienst rotierte.
Man stand also mit dem Rücken zur Wand.
Gleichzeitig kennt es jeder Rettungsdienstler:Ein relevanter Anteil an Einsätzen kommt durch zwei Subkategorien zustande.Einerseits die Pat.,bei denen von vornherein klar ist,dass man sie eigentlich besser Zuhause lassen sollte, die Pflege aber rebelliert.
Szene aus dem #rtwlive:
Die letzte Frage bevor ich die Angehörige anrufe um ihnen mitzuteilen,dass ihr Opa ins Krankenhaus auf ITS muss war die,ob er denn geimpft sei.
"Das wollen die Kinder nicht"war die Antwort der Pflege.
Sekunden später darf ich ihnen erklären (..)
(..),dass der Opa hohes Fieber hat,es um die Lunge schlecht steht,die Sättigung katastrophal schlecht ist und er stark verwirrt sei.
Wir kennen das Spiel.Wir fahren ihn auf ITS,dort wartet die NIV bereits.
Er wird es vermutlich nicht schaffen und umringt von Menschen in(..)
(..) Vollschutz sterben.
Allein.
Aber Hauptsache ihr habt "so viel schlechtes über die Impfung gehört.Und er sei ja so alt,da muss man vorsichtig sein wegen der Folgeschäden."
Angeregt von einem Tweet von @KielTrixie:
2015 saß ich in einer der durchlaufstärksten Erstaufnahmeeinrichtungen Ostdeutschlands und verantwortete die medizinische Betreuung.
Ich dachte ich schreibe mal was damals "los" war - und was Herr @ArminLaschet vergisst:
Ein Thread
@KielTrixie@ArminLaschet Wir haben mit weniger als einer Woche Vorlauf ein Team aus engagierten Hauptamtlichen, motivierten Ehrenamtlichen (oft selber mit Migrationshintergrund - Menschen die oft nur 6 Monate Vorsprung hatten) und vielen Kontakten, u.a. zu Unikliniken, etc. aufgebaut.
@KielTrixie@ArminLaschet 24/7 mehrere hundert Flüchtlinge direkt von der Grenze sichten, triagieren, entscheiden ob jemand lebensbedrohlich erkrankt, infektiös, eigen- oder fremdgefährdend ist - das konnten unsere Leute binnen Tagen.