Während wir uns vor dem Winter gruseln, sind Blackouts in Ländern des globalen Südens längst die Regel. Das geht auf unsere Kappe, weil wir das begrenzte #LNG wegkaufen und die Preise treiben. Wir müssen dringend über globale Gerechtigkeit reden! (1/5) klimareporter.de/gebaude/europa…
Viele Länder im globalen Süden haben nicht das Geld, steigende #LNG-Preise zu bezahlen. Die Folge: Stahlwerke drosseln die Produktion, es fehlt Geld z.B. für den Import von Medikamenten. Die #Energiearmut, vor der wir uns fürchten, ist dort schon heute bittere Realität! (2/x)
Darauf gibt es nur eine Antwort: Wir müssen unseren Energieverbrauch reduzieren, so schnell wie möglich. Wenn das auch bei uns eine (zeitweise) Abschaltung großer Lasten im Winter bedeutet, finde ich das gegenüber den schon heute Betroffenen im globalen Süden nur fair. (3/x)
Warum sollten wir auch verschont bleiben, wenn wir das Problem mit unserem ungebändigten Energiehunger und unserer Abhängigkeit von fossiler Energie erst ausgelöst haben? Wenn das Wohlstandsverluste bedeutet, ist das die Quittung für unsere eigenen Fehler. (4/x)
Vor allem heißt das, dass wir eine Kehrtwende in der Energiepolitik brauchen. Wir brauchen ein Notfallprogramm für Energieeinsparung - in Gebäuden, Industrie und Verkehr. Unseren Energiehunger können wir unsren Mitmenschen und dem Planet schlicht nicht mehr zumuten. (5/5)
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Seit Monaten versuchen wir herauszufinden, was der Stand bei der Genehmigung neuer #Öl-Bohrungen von @Dwintershalldea im Nationalpark #Wattenmeer ist. Jetzt haben wir mit anwaltlicher Hilfe einen neuen Schwung Akten vom zuständigen #LBEG bekommen. Ein paar Auszüge daraus. (1/6)
Zwei schwimmende #LNG-Terminals bzw. #FSRU in #Lubmin, geht das überhaupt? Das @BMWK hatte gestern angekündigt, dass #Lubmin als Standort ausgewählt wurde. Schauen wir uns das einmal an. (1/7) bmwk.de/Redaktion/DE/P…
Geplant ist eine Art Shuttle-Service. Während die #FSRUs im Hafen von #Lubmin liegen sollen, soll das #LNG vor der Küste von den großen Tankern auf kleinere Feeder-Schiffe umgeladen werden. Das ist nötig, weil die #Ostsee vor #Lubmin zu flach für die #LNG-Tanker ist. (2/x)
Der Industriehafen von #Lubmin ist relativ flach, laut eigenen Angaben kann er von Schiffen mit einem Tiefgang von max. 6,10 Metern angefahren werden. (3/x) lhmv.de/de/mitglieder/…
Statt von einem Weiterbetrieb des Atommeilers #Isar2 und der anderen #AKWs zu fabulieren, sollten wir über eine Aufteilung der deutschen Strompreiszone sprechen: Jahrelang haben @Markus_Soeder und die @CSU die Energiewende und die #Erneuerbaren blockiert. (1/5)
Stromleitungen wurden von der @CSU gestoppt, der #Wind-Ausbau mit #10H ausgebremst, #Effizienz ignoriert, viel zu lange von der #Atomkraft geträumt die Suche eines Endlagers in #Bayern trotzdem abgelehnt. Für @Markus_Soeder kommt der Strom einfach aus der Steckdose. (2/x)
Wir sollten konsequent das #Verursacherprinzip umsetzen: Wird die Strompreiszone geteilt, werden fehlende #Erneuerbare und eine etwaige Stromlücke für höhere Preise mit entsprechenden Nachfrageeffekten im Süden sorgen. Das ist die Quittung für die #Energiepolitik der @CSU. (3/x)
Während die #FSRUs in #Brunsbüttel und #Wilhelmshaven bereits für den Winter 2022 einsatzbereit sein sollen, werden die #FSRU für #Stade und #Lubmin erst im Laufe von 2023 kommen. Eine Hilfe für den nächsten Winter sind sie damit nicht, da wird wohl längerfristig gedacht. (2/x)
Der Standort #Stade ist dabei problematisch. Die #Elbe ist eine der stärksten befahrenen und anspruchsvollsten Wasserstraßen der Welt. Hier ein Begegnungsverkehr mit hochgefährlichen #LNG-Tankern? Das ist doch sehr gewagt. (3/x)
Ist das #LNG-Beschleunigungsgesetz mit den #Klimazielen vereinbar? Die #Bundesregierung meint "ja", weil die Terminals „möglichst frühzeitig“ auf #Wasserstoff umgestellt werden sollen. Was heißt das konkret? (1/6)
Blick ins Gesetz selber: In §5(2) wird "möglichst frühzeitig" konkretisiert. Tatsächlich dürfen die Terminals bis 31.12.2043 (!) mit fossilem #Gas betrieben werden. Erst danach, also ab 2044, müssen sie auf #Wasserstoff umgestellt werden. (2/x)
Weiterer Aspekt: Zwar ist das @BMWK in den vergangenen Wochen nicht müde geworden zu behaupten, dass die #LNG-Terminals #H2ready gebaut werden. Im Gesetzentwurf finden sich dazu aber keinerlei Vorgaben, noch nicht mal das Schlagwort taucht auf. (3/x)
Braucht 🇩🇪 eigene #LNG-Terminals, wie das @BMWK vorgibt? Ich meine nein! Schauen wir auf die Auslastung der benachbarten #LNG-Terminals. Zunächst das Terminal in #Zeebrügge. In Januar und Februar war die Anlage trotz #Gaskrise nur zu 50% ausgelastet. Trend zuletzt fallend. (1/5)
Das #LNG-Terminal in #Rotterdam war dagegen mit durchschnittlich 80% deutlich besser ausgelastet. Hier ist die Ausspeisekapazität der Engpass. Trend auch bei dieser Anlage leicht fallend. Gemessen an der Speicherkapazität war die Anlage weniger als 50% ausgelastet. (2/x)
Es gibt es also ein erhebliches Potenzial, das noch genutzt werden kann. Und vermutlich lassen sich die Engpässe bei der Ausspeisung in #Rotterdam einfacher beheben, als gleich ein ganz neues #LNG-Terminal in Deutschland zu bauen? (3/x)