Sara Schurmann Profile picture
Journalist | trying to explain #ClimateEmergency + solutions | formerly funk, @ZeitOnline, VICE, @nannenschule, @tagesspiegel | sara.schurmann.work@gmail.com
Bernd Fechler Profile picture 1 added to My Authors
Dec 20, 2021 7 tweets 2 min read
Hallo #Klimatwitter, hallo #AcademicTwitter, bevor sich alle in den hart verdienten Urlaub zurückziehen: Ich brauche eure Hilfe.

Ich habe etwas geschrieben, was langes, und bevor das veröffentlich wird, würde ich mich freuen, wenn ein paar Expert:innen entsprechende Stellen ... gegenchecken könnten. Ich würde dann sehr viel besser schlafen in den kommenden Wochen. Und der Sache wäre es auch zuträglich, wenn ich keine vermeidbaren Fehler, veralteten Daten oder unzulässigen Zuspitzungen drin habe. Mal geht es um 2 Absätze, mal um 10, mal um 1 Kapitel.
Dec 15, 2021 8 tweets 2 min read
Und nu?

Der Artikel @derspiegel zeigt gut, warum wir – nicht nur in der #Klimakrise – mehr konstruktiven Journalismus brauchen. spiegel.de/wirtschaft/san… Alles in diesem Text ist richtig (soweit ich das beurteilen kann) & natürlich kann es nicht unsere Aufgabe sein, klimapolitische Maßnahmen immer zu bejubeln. So jedoch werden sie vor allem zerredet, das Verständnis für die (erwiesenermaßen) notwendigen Maßnahmen wird geschmälert.
Dec 10, 2021 6 tweets 2 min read
Es gibt so viele - eigentlich gute - Dokumentationen um die #btw21.

Nicht eine davon ordnet die Bedeutung der Wahl ein.

#Habeck #Kühnert #Lamby #1komma5 Vielleicht werden wir unsere Zukunft einfach vergeigen, weil einem Großteil der Journalist:innen und Politiker:innen gar nicht klar war, wie ernst die Lage ist.

Und weil sie denen, die es ihnen gesagt haben, nicht zuhören wollten 🤷‍♀️
Nov 17, 2021 18 tweets 5 min read
Auch die Wissenschaft müsse ihre Rolle überdenken, sagt Myriam Rapior von @BUNDjugend auf dem Panel zur Kommunikation von Klimaforschung und bekommt dafür - im Vergleich zu anderen Beiträgen - schon fast tosenden Applaus.

#HelmholtzKlima #KlimakriseIstJetzt In der Zukunftskommission Landwirtschaft sei oft sie es gewesen, die wissenschaftliche Fakten einbringen musste und die Wissenschaftler:innen aufforderte, eben mit diesen Fakten zu widersprechen, wenn Politiker:innen nachweislich schädliche Entscheidungen treffen wollten.
Nov 15, 2021 27 tweets 4 min read
Die einen nennen das Ergebnis der #COP26 "historisch", andere bezeichneten die Verhandlungen von vornherein als BlahBlah.

Wie kann es sein, dass Beobachter:innen & Beteiligte zu so unterschiedlichen Einschätzungen kommen?

Und: Wer hat recht? Die zunächst paradox anmutende Antwort: Beide.

Es kommt auf die Perspektive an.

(Wohl die allermeisten Expert:innen haben eh einen differenzierten Blick, betonen aber - je nach Strategie oder Weltsicht - eine der beiden Seiten.)
Nov 3, 2021 19 tweets 3 min read
Soooo, let’s adress the elephant in the room:

Ist Klimajournalismus Aktivismus?

Kurze Antwort: Hell, no.
Lange Antwort: ⬇️ Gegenfrage: Ist Corona-Berichterstattung Aktivismus?

Waren die Journalist:innen von @zeitonline aktivistisch, als sie zu Beginn der Pandemie eine Erklärung der damals für uns neuen AHA-Regeln auf ihrer Homepage fest eingebettet hatten?
Nov 2, 2021 4 tweets 1 min read
Late to the party, aber ich habe mir noch mal das Klima-Herbst-Programm des @mdrde angeschaut & muss sagen: Ich bin echt ganz schön beeindruckt.

Ich habe jetzt noch nicht alle Inhalte gesehen, aber hier ein paar Punkte, die ich bemerkenswert finde ...
mdr.de/presse/fernseh… - Mit dem Themenschwerpunkt gehen strukturelle Veränderungen einher.
- Der MDR schafft neue Formate, verstärkt Klima aber auch in bestehenden.
- Sie arbeiten mit etablierten Expert:innen, stärken aber auch die Expertise im Haus.
- Sie versuchen gesellschaftl. Dialog zu fördern.
Nov 1, 2021 12 tweets 3 min read
Mein Thread, in dem ich erkläre, warum Angela Merkel meiner Meinung nach das Ausmaß der #Klimakrise nicht komplett verstanden haben kann, war mein bisher meist kritisierter.

Tut mir Leid, kann man anders sehen, aber nach ihrer Rede bei der #COP26 bleibe ich da eindeutig dabei. Wer verstanden hat, wie tief wir in der Scheiße stecken und welche Auswirkungen das für schon heute lebende Generationen hat – längst nicht "nur" für die Jungen –, wenn wir nicht massiv gegensteuern und Regierungen endlich effektiv handeln.
Oct 29, 2021 5 tweets 1 min read
Wann ist eigentl. der Zeitpunkt, ab dem mehr Grüne anfangen deutlicher über die #Klimakatastrophe zu sprechen? Vor der Wahl ging nicht wegen Wahl, gerade geht nicht wegen Koalitionsverhandlungen. Danach? Oder geht das nicht, weil man es davor nicht gemacht hat & nun komisch wäre? Das ist nicht despektierlich gemeint, ich verstehe ja die Logik. Aber ich stelle mir die Frage echt. Denn uns läuft ja die Zeit davon & ich weiß noch immer nicht, wie wir eine Krise lösen sollen, dessen Ausmaß sich die allermeisten Menschen offenbar gar nicht bewusst sind.
Oct 4, 2021 7 tweets 2 min read
Es macht mich ein bisschen wahnsinnig, dass #Klimaangst in Beiträgen oft als was Pathologisches dargestellt wird.

Ich habe auch Angst vor der, vor meiner Zukunft.

Und wie ich mir in Gesprächen mit X Klimawissenschaftler:innen habe bestätigen lassen, ist das komplett rational. Menschen, die Angst haben, sind weder komisch noch haben sie per se ein Problem. Diese Angst ist eine normale Reaktion, wenn man sich dem stellt, was auf uns zukommt.

Sie wird zum Problem, wenn sie eine:n lähmt & dauerhaft überwältigt. Dann kann & sollte man sich Hilfe suchen.
Oct 4, 2021 9 tweets 2 min read
Paradebeispiel für False Balance?

Christian Stöcker und Nikolaus Blome als Kolumnisten anheuern und dabei übersehen, dass der eine jede Woche schmissig den Stand der Forschung zusammenfasst. Und der andere einfach nur eine starke (politische) Meinung hat: spiegel.de/politik/deutsc… Man kann Fridays for Future gerne für überheblich halten und dass auch Gleichalterige das tun, ist vielleicht sogar wirklich Teil des Problems.

Man kann kritisieren, dass es von der Klimabewegung nicht klug war, die Grünen zu kritisieren statt zu unterstützen.
Sep 17, 2021 12 tweets 6 min read
Nächste Woche wird gewählt & es ist medial weder gelungen, einer Mehrheit die Bedeutung der #btw21 bewusst zu machen. Noch aufzuklären, welche Parteien versuchen, unsere Lebensgrundlagen zu schützen.

Daher: Bitte, sprecht mit euren Eltern & Großeltern.
Einige hilfreiche Links 🧵 @teresabuecker hat dazu schon vor Wochen einen wirklich großartigen & persönlichen Text geschrieben.

Ich hoffe, sie hat den Brief an ihren 95-jährigen Großvater abgeschickt: steadyhq.com/de/teresabueck…
Sep 15, 2021 4 tweets 3 min read
Das ist ein sehr guter Text @zeitonline.
#hungerstreik2021
zeit.de/campus/2021-09… @zeitonline Nur die Stelle, wo reflektiert wird, ob @hinschauHen's Aussagen pathetisch seien ... Kann ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen, was er genau gesagt hat, aber angesichts der Klimakatastrophe finde ich mittlerweile kaum noch irgendwas in Bezug auf sie pathetisch.
Sep 14, 2021 12 tweets 3 min read
Ich schiebe es seit 16 Tagen vor mir her, was zum @hungerstreik21 zu schreiben.

16 Tage, in denen junge Protestierende nichts gegessen haben, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir mitten im #ClimateEmergency stecken & bisher niemand ansatzweise angemessen darauf reagiert. Einerseits weil ich ihre Interpretation des geleakten IPCC-Berichts nicht teile, dass nur 3 Jahre bleiben, um 2 Grad einzuhalten.

Andererseits weil ich nicht weiß, für wie strategisch klug ich ihre Forderung halte.

Eigentlich aber wegen etwas ganz anderem.
Sep 14, 2021 12 tweets 3 min read
"Hoffen Sie auch, noch bis zum Jahr 2040, 2050 oder länger zu leben?

Dann sollten Sie sich vor der anstehenden Bundestagswahl sehr sorgfältig informieren & überlegen, mit welcher Wahlentscheidung Sie am wahrscheinlichsten dann noch ein sicheres Leben in Frieden genießen können." "Was wir lange vorhergesagt haben, hat sich bewahrheitet. Ohne sofortige Maßnahmen wird es immer schlimmer werden, wir werden immer öfter völlig neue Extreme erleben. Auch hier bei uns. Auch in der Lebenszeit der heute 60- & 70-jährigen. Es trifft nicht nur die junge Generation."
Sep 14, 2021 15 tweets 4 min read
Noch eine Nachbetrachtung zur Berichterstattung Autofirmen vs. Aktivist:innen bei der #IAA21:

Der Text hier ist ein gutes Beispiel für unterschiedliche gängige, aber nicht ganz so offensichtliche Probleme in der Klimaberichterstattung.

zeit.de/wirtschaft/202… 1. zeigt der Beitrag, warum die Vorstellung von Neutralität o. Objektivität auch in berichtenden Formaten oft problematisch ist.

Der Text beschreibt:

- erst die Neuerungen auf der IAA
- dann kurz die Kritik der Aktivist:innen
- & lässt dann die Hersteller:innen drauf reagieren.
Aug 29, 2021 9 tweets 3 min read
Beim #Triell haben wir das gleiche Problem gesehen, wie im gesamten Wahlkampf vorher & einem Großteil der Berichterstattung dazu:

Wir reden nicht über das Gleiche, wenn wir über die #Klimakrise sprechen. Deswegen fragen die Moderator:innen nicht, warum keine Partei einen Plan fürs 1,5-Grad-Limit hat.

Deswegen wundert sich niemand, welche Zukunft Scholz herbeifantasiert, in der junge Menschen den Luxus haben, sich um ihre Rente in 50 Jahren Sorgen zu machen.
Aug 29, 2021 18 tweets 5 min read
Schön, dass @zeitonline einen Vergleich der Wahlprogramme der Parteien zur Klimapolitik anbietet.

Schade, dass es dabei nicht viel mehr macht, als sie einmal laut vorzulesen. #btw2021 #klimawahl

zeit.de/politik/deutsc… So als wäre es unmöglich, zu beurteilen, welche Vorschläge Substanz haben und welche nicht.

Wenn man sich diese Beurteilung persönlich nicht zutrauen sollte, könnte man das einfach mal recherchieren.

Und dann findet man z.B. das:
Aug 28, 2021 7 tweets 4 min read
Ich halte es für nötig, dass sich deutsche Redaktionen Leitlinien für ihre Klimaberichterstattung geben.

Wenn @phoenix_de Guidelines hätte wie die @BBC, hätte es Fritz Vahrenholt wohl nicht in die Phoenix Runde mit @Luisamneubauer, @beyond_ideology & Sven Plöger geschafft: Um die Position von Vahrenholt einschätzen zu können, reichen 3 Minuten Google-Recherche. Unter den ersten Treffern findet sich das:
de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Vah…
Aug 27, 2021 27 tweets 6 min read
Noch mal ein ausführlicherer und differenzierterer (und daher auch seeeeehr langer) Thread:

Die #Klimakrise ist eine unvorstellbare gesellschaftliche Kommunikationskrise. Daran beteiligt sind vor allem Politik, Wissenschaft und Medien. Und Lobbykräfte.

„Mitschuld“ war meinerseits eine zu starke Formulierung und nicht angemessen angesichts dessen, dass Wissenschaftler:innen natürlich vor allem aufklären & Fakten bereitstellen. Und das seit Jahrzehnten.

Besser wäre gewesen: „tragen (unbewusst & ungewollt) mit dazu bei“.
Aug 26, 2021 20 tweets 3 min read
Ich kritisiere hier immer wieder Journalist:innen, weil wir Mitschuld daran sind, dass der öffentliche Diskurs zur #Klimakrise so weit entfernt ist von den wissenschaftlich vorausgesagten Gefahren & Risiken.

Mitschuld sind allerdings auch: Wissenschaftler:innen. Wie bei den Journalist:innen gilt: nicht alle Wissenschaftler:innen.

Es gibt einige (& im Endeffekt auch hier gar nicht mal so wenige) die seit Jahrzehnten extrem klar & deutlich warnen & Position beziehen.