Wie die Politik den #CumEx-Skandal über Jahrzehnte geschehen ließ - dieser #Explainer@wdrinvestigativ ist mein Abschied aus diesem spannenden Berufsjahr. Wie viele andere Veröffentlichung 2021 dreht sich die Recherche um den Steuerskandal /1
Hier eine kleine Auswahl unserer #CumEx-Recherchen in 2021: Im März enthüllten wir, dass die Staatsanwaltschaft Köln schon vor einem Jahr bei Hamburger Politikern und Finanzbeamten durchsuchen wollte, die #Razzia aber intern gestoppt wurde tagesschau.de/investigativ/n… /2
Auch die Bankenaufsicht #Bafin gibt im #CumEx-Skandal ein zweifehlhaftes Bild ab, wie unsere Recherche im April zeigte: Die Bafin wurde 2007 (!) detailliert über den Steuerbetrug durch einen #Whistleblower gewarnt - behielt das Wissen aber für sich tagesschau.de/investigativ/w… /3
Im Sommer lief in der ARD unsere #CumEx-#Doku "Der Milliardenraub", in der die Kölner Staatsanwältin Anne Brorhilker erstmals ein Interview gab. Die Strafverfolgerin ermittelt seit mehr als 8 Jahren, hat sich mit der weltweiten Finanzbranche angelegt /4
Auch das Ende der jahrelangen Flucht von "Mister #CumEx", Hanno Berger hat uns immer wieder beschäftigt. Bis heute sitzt er in der Schweiz in Auslieferungshaft tagesschau.de/investigativ/w… /5
Nun sind wir sehr gespannt, was ihr von unserem #CumEx Explainer haltet, in dem wir die Rolle der Politik beleuchten (ein riesen Dank an @PalinaMilling, Petra Nagel, Christian Keller, @WDRinvestigativ) /6
Ich bedanke mich von Herzen für das großes Interesse an und den Zuspruch für unsere Arbeit. Ich bin mir sicher, dass #CumEx und andere Skandale noch viel Stoff für Recherchen liefern werden. Ich wünsche allen FollowerInnen einen guten Start in ein gesundes & glückliches 2022!
• • •
Missing some Tweet in this thread? You can try to
force a refresh
Die #CumEx-#Razzia bei der früheren #HSHNordbank wirft nicht nur die Frage auf, wie ernst die "vollumfängliche Kooperation" gemeint ist, die die Bank den Strafverfolgern zugesagt hat. Sie wirft auch ein Schlaglicht auf Hamburger Finanzbehörden. Thread /1 tagesschau.de/investigativ/n…
Schon 2013 meldete die #HSHNordbank#CumEx Geschäfte dem Finanzamt, bot die Rückzahlung von 127 Mio Euro an. Nun sei es an der Hamburger Finanzbehörde, die neu eingereichten Unterlagen zu prüfen und das Steuerrecht anzuwenden. Kurz darauf zahlte #HSHtaz.de/HSH-Nordbank-z… /2
Die #Finanzbehörde@FHH_FB ging bereits im Jahr 2010 in einem anderen #CumEx-Fall rigoros gegen eine Finanzfirma vor, zog bis vor den Bundesfinanzhof - und gewann das Verfahren juve.de/nachrichten/ve… /3
Zur Vorbereitung habe der Ex-#BGH-Richter Fischer "1 oder 2 oder 3 Artikel aus den letzten 2 Jahren" gelesen. Auf der Grundlage fällt er ein vernichtendes Urteil: "Tränen der Verzweiflung" seien ihm gekommen, angesichts der mangelnden Qualität der #CumEx-Berichterstattung /2
Podcaster #Steingart zieht direkt die Lehren für "uns Journalisten" daraus. Die Presse sei zur Aufklärung verpflichtet. "Keine Märchen, die Welt ist kein Western". Kaum später behauptet @gaborsteingart, die Idee zu #CumEx sei in der Steuerverwaltung selbst entstanden /3
Auf unsere Recherchen über die geheimen Pläne der #Schufa reagiert die Auskunftei mit einem Kommentar des Sprechers Ingo A. Koch. Er schreibt über „pseudo-investigative und konstruierte Skandale“, die „auf Reichweitengewinn“ ausgerichtet seien/1 schufa.de/themenportal/d…
In monatelanger Recherche haben wir Belege zusammengetragen, dass die #Schufa in Zukunft Kunden auch anhand ihrer Kontoauszüge beurteilen will. Bei einem ersten Test mit @o2de bat die Auskunftei um eine folgenschwere Einwilligung tagesschau.de/investigativ/n… /2
#Qiagen ist ein innovatives #Biotech-Unternehmen, das in #Corona-Zeiten wichtige Produkte herstellt, u.a. Reagenzien für #COVID19-Tests. Sicherlich kann es im öffentlichen Interesse sein, Qiagen auch mit Staatsgeldern zu fördern. Jetzt könnte sich die Frage stellen: /1
Warum berichten wir über mögliche legale Steuervermeidungsmodelle des Unternehmens? Schließlich wollen wir Unternehmen wie #Qiagen und die 1500 Arbeitsplätze im Land haben, zudem hält sich das Unternehmen ja auch an das Steuerrecht? tagesschau.de/inland/qiagen-… /2
Die Antwort: Wir halten das Thema aus Gründen der Transparenz und Steuergerechtigkeit für relevant. Gewöhnliche Angestellte oder Kleinunternehmen haben nicht die Möglichkeit, ihre Einnahmen über Firmengeflechte in Steueroasen zu transferieren & so ihre Steuerlast zu reduzieren /3