Im Sommer 1911 starben in Venedig ungefähr 250 Personen durch eine Choleraepidemie, die im Mai 1911 ausbrach. Die Behörden Venedigs vertuschten wochenlang (wg. Tourismusgeschäft) den Ausbruch der Epidemie.
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Thomas Mann schrieb dazu in seiner Novelle "Der Tod in Venedig":
«Ein Mann aus der österreichischen Provinz,
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Am 2. Juni 1911 reiste Thomas Mann - durch die Zeitungsberichte gewarnt - mit seiner Frau Katia aus Venedig aus Furcht vor einer Ansteckung ab.
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»Hermann Bahr telegraphiert uns vom Lido:
Den besorgten Anfragen unserer Freunde diene zur Antwort, daß ich nach zuverlässigen Erkundigungen fest überzeugt bin, daß in Venedig überhaupt kein Cholerafall vorgekommen ist.«
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"Aber die Furcht vor allgemeiner Schädigung, die Rücksicht auf die kürzlich eröffnete Gemäldeausstellung in den öffentlichen Gärten, auf die gewaltigen Ausfälle, von denen im Falle der Panik und des Verrufes die Hotels, die Geschäfte,
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Thomas Mann: Der Tod in Venedig, 1912
nzz.ch/article9WST2-1…
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