Discover and read the best of Twitter Threads about #Notbetreuung

Most recents (8)

Das Wort „#solidarisch“ ist auch zu einer jämmerlichen Worthülse verkommen, das va. von Menschen mit moralischer Selbstüberschätzung benutzt wird, um andere KLAGLOS in unverhältnismäßige, weil weitestgehend wirkungslose aber schwerwiegende, Maßnahmen zu drängen.

Ein Thread:
1/
Ich bin solidarisch, weil ich seit einem Jahr meine #Kontakte auf ein Minimum reduziere, enge Freunde alle 3-4 Monate mal auf einen Spaziergang treffe und mein soziales Leben sich virtuell abspielt.

Ich bin solidarisch, weil ich, obwohl ich einen praktischen Job habe, 2/
die Projekte so umstrukturiert habe, dass ich selten vor Ort sein muss und somit auch Infektionsketten vom Krankenhaus in die #Bildungseinrichtungen meiner Kinder erschwere.

Ich bin solidarisch, weil ich seit Oktober alle Familienmitglieder regelmäßig teste und dafür bereits 3/
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Die meisten Lehrkräfte und Schulleitungen sind am Limit und drüber. Dennoch sind sie jeden Tag in der #Schule. Für die Kinder.
Was keiner sieht: Sie schlafen schlecht, haben Angst und sind stets in Sorge. Dazu kommt diese mangelnde Fürsorge durch den Dienstherrn, das fehlende 1/x
Gesehenwerden durch die Politik, das permanente Lehrerbashing in den sozialen Medien, die chronische Überlastung seit über einem Jahr durch Präsenz- und Distanzunterricht, #Notbetreuung und Lernbrücken.
Eltern stellen immer höhere Ansprüche, 2/x
die den schulischen Bereich oft gar nicht betreffen, der Ton in den Elternmails wird zunehmend forsch und bisweilen unverschämt. Lehrkräfte bemühen sich dennoch um Freundlichkeit, zeigen Verständnis. 3/x
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Nur weil ich es diese Woche immer wieder in den Nachrichten gehört, gesehen und gelesen habe: #Kitas haben geschlossen / haben #Notbetreuung. Wie das in der Realität bei mir als #Erzieher in #Berlin aussieht: Ein Thread. Auch wenn es keiner liest. Es muss raus.
(1) Ich bin Pädagoge in einer Berliner Kita. Mein Traumjob. Normalerweise sind 80-100% der Kinder anwesend. In der aktuellen Situation von "geschlossen" oder "Notbetreuung" zu reden ist ... schwierig. Ich habe in meiner Gruppe 16 Kinder zwischen 1 und 2 Jahren.
(2) Wir bleiben unter uns und achten alle Hygienebestimmungen. Nur im Alltag bedeutet das: Wickeln, Rotz abwischen, ins Gesicht genießt oder gehustet zu bekommen, Kuscheln, Trösten, Tragen usw... Es laufen Eingewöhnungen, Kolleg*innen werden schwanger (Hurra!), krank, kündigen...
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Auch wenn die Entscheidung in #Hessen erst morgen gefällt wird, wie es mit #Schulen weiter geht, formuliere ich ein paar Gedanken, insbesondere hinsichtlich der Termini #Notbetreuung und #Präsenzpflicht aufheben.
#Lockdown
Vorab: Schulschließungen sind mit enormen Nachteilen für Kinder verbunden (Bildung, soziale Kontakte und Entwicklung, Verschärfung von Ungleichheiten). Das ist nur solange gerechtfertig, wie die Situation es dringend erforderlich macht. Mir geht es hier aber NICHT um das "ob".
#Notbetreuung bedeutet, z.B. das KMK legt fest, welche Kinder in die Schule kommen dürfen. Optimalerweise gibt man hier vor (und ich fasse grob zusammen): Kinder von Alleinerziehenden und Eltern in nicht-im-Homeoffice -durchführbaren Berufen.
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Morgen is #Lockdown2 - alles ähnlich wie im März. Wie läuft das eigentlich diesmal, mit der #Notbetreuung? Nunja. Thread:

Montagabend 17h30: Elternbrief im Schulranzen von K1: Dem Kind ist am Dienstagmorgen mitzugeben: Elternbrief (unterschrieben von beiden Eltern), sowie 1/
Nachweise beider Arbeitgeber auf Unabkömmlichkeit, unterschrieben und gestempelt von beiden Arbeitgebern. Formular liegt keines bei. 2/
Montagabend 18h: Website der Kommune fördert PDF-Formular für Notbetreuung Kita-Kind (K2) zu Tage. Formular ist ähnlich aber nicht ganz identisch mit dem, das man bereits im Frühjahr ausgefüllt & gestempelt etc. hatte. Braucht auch Unterschriften beider Eltern. 3/
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Die Zahl der täglichen #Covid19-Neuinfektionen in @land_sh lag in der letzten Woche bei rund 10-15 neuen Fällen. Gleichzeitig sind #Kitas allein durch die #Notbetreuung oft schon zu 2/3 oder mehr gefüllt.
Trotzdem ist in @stadt_kiel nach sechs Wochen Notbetreuung keine einzige #Neuinfektion auf eine Ansteckung in Kitas und Schulen zurückzuführen. Und das obwohl in der Notbetreuung viele Kinder von medizinischem Personal und anderer exponierter Eltern systemrelevanter Berufe sind.
Zudem mehren sich Studien, dass junge Kinder nicht nur selten bis gar nicht erkranken, sondern auch das Virus offenbar nicht weitergeben. Gleichzeitig leiden Kinder unter dem Fehlen sozialer Kontakte zu Gleichaltrigen (und manche unter den häuslichen Bedingungen).
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Ich kann dieses #Lehrer|bashing nicht mehr hören. Es gibt Gründe, warum es läuft, wie es läuft. Ja, manches mag sich an die #Politik richten, oft kommt das aber nicht vor. Ein Thread mit Begründungen & Widerlegung von unwahren Thesen 👇

#twitterlehrerzimmer #twlz #homeschooling
Zunächst: Schaut euch unter dem Hashtags #twitterlehrerzimmer #twlz mal um. Viele #Lehrkräfte berichten, was sie versuchen, was schief läuft, wo politische Unterstützung fehlt, was ihnen alles verboten wird & warum ihnen manchmal nichts anderes übrig bleibt, als PDFs zu mailen.
Es gibt Gründe, warum man manchmal zur #Schule muss, um Arbeitsblätter & Hefte abzuholen. #Chancengleichheit heißt auch, dass man so lange nicht (komplett) #digital arbeiten kann, bis die #Kinder alle daran teilnehmen können. Manchmal spielt hier auch #Datenschutz eine Rolle.
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#Schulschließung und #Kitaschließung: Kinder von kritischen Berufsgruppen in „#Notbetreuung“ nicht neu gruppieren. Hierdurch entstehen neue primäre und sekundäre Kontaktnetzwerke (Eltern). Die Infektion wird dadurch befeuert.
Junge Kinder können neue Gruppen und Betreuer psychisch schwer verkraften: die Belastung der Eltern steigt weiter. Kritische Berufsgruppen fallen dann aus. Eltern junger Kinder sind die die Leistungsträger in vielen Berufen. #Notbetreuung ist deswegen kontraproduktiv.
Stattdessen: bestehende Gruppen ausdünnen. Gruppen und Betreuer / Lehrer lassen, wie sie sind, nur deutlich weniger Kinder pro Gruppe oder Schulklasse betreuen. Dies ist die Österreichische Lösung, die ich sehr sinnvoll finde. @threadreaderapp unroll
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